Gute Beziehungen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt, Offenheit und Wertschätzung gekennzeichnet sind, sind die Basis für das soziale Lernen des Kindes. Die Vorbildfunktion der Pädagogen und der positive Kontakt zu jedem Kind sind hierbei von besonderer Bedeutung.
In der Natur mit ihren Verstecken und Nischen sind vielfältige Erlebnisse möglich, bei denen sich die Kinder gegenseitig helfen und die Zusammengehörigkeit der Gruppe stärken. Sie machen immer wieder die Erfahrung, dass manche Sachen, wie Baumstämme transportieren, nur gemeinsam bewältigt werden können. Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft nehmen zu, das Verständnis für andere Kinder wächst. In einem Kindergarten ohne Türen und Wände lernen die Kinder „hautnah“, sich der eigenen Kultur zugehörig zu fühlen. Andere Kulturkreise sind immer wieder Gegenstand des Spieles, von Gesprächen oder Projekten.
Viele Initiativen der Kinder müssen untereinander und auch mit den Erziehern abgesprochen werden. Sie lernen ihre eigenen Interessen zu vertreten, die Meinungen der anderen gelten zu lassen, zuzuhören und Geduld zu entwickeln. Hier entstehen Kontakte und Kommunikation, werden Konflikte gelöst. Der Erzieher beobachtet, regt an und erkennt, wann Hilfestellung nötig ist.
Grenzen werden vielfach auf natürliche Art und Weise erlebt, z.B. den spitzen Stock richtig handhaben usw. Der Umgang mit Normen und Regeln ist im Wald von besonderer Bedeutung, da die Regeln sehr wichtig, und für die Kinder einsichtig sind, z.B. in Ruf- und Hörweite bleiben. Das Spiel im Wald ist geprägt von Rücksicht und Verantwortung für die Natur. „Wir sind Gast im Wald“.