Waldkindergärten sind in der Regel kleinteilig strukturiert, hier ist die tatkräftige Unterstützung durch Eltern meist überlebenswichtig. Bei Festen, der Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation des Trägers ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten unverzichtbar. Manchmal, bei Krankheit und Ausfall einer Kraft, ist selbst im eigentlichen Kindergartenbetrieb die Mitarbeit von Eltern in Form von Elternnotdiensten notwendig.
Der Einbezug der Eltern darf aber nicht auf materielle und organisatorische Aspekte reduziert sein. Ein regelmäßiger, konstruktiver Austausch über pädagogische Inhalte ist ein Muss.
Grundlage der Gespräche mit der Elterngemeinschaft, wie auch mit Einzelnen ist ein offenes, vertrauensvolles, ehrliches Verhältnis zueinander. In gegenseitigem Respekt und mit Toleranz soll Auffälliges und Störendes sofort angesprochen werden. Dadurch lassen sich ungute Gefühle rechtzeitig äußern bzw. erkennen, wodurch oft größere Probleme vermieden oder Ängste bewältigt werden können.
Dieses Feedback, bei dem Wünsche und Erwartungen zusammengetragen und ihre Ausführungen gemeinsam angegangen werden, bereichert beide Seiten. Um informelle Kanäle weitgehend auszuschalten sind klare Strukturen und Aufgabenverteilungen hilfreich. Unverzichtbar ist diesbezüglich die Bildung eines Elternbeirats. An Elternabenden, mittels Elternpost, Elternbriefen, Postkasten am Bauwagen usw. können sachliche, zweckdienliche Informationen fließen.
Ziel einer intensiven Elternzusammenarbeit ist,
- die Erziehungsarbeit transparent zu machen, mehr noch, auch Eltern am Kindergartengeschehen teilhaben zu lassen
- Eltern im Rahmen ihrer pädagogischen Kompetenzen ein demokratisches Mitspracherecht zu geben.
- Die Elternarbeit der Erzieher/innen umfasst selbstverständlich neben der allgemeinen Information auch die fundierte Beratung einzelner Eltern über den Entwicklungsstand, Stärken, Schwächen und Möglichkeiten ihres Kindes sowie das Einleiten unterstützender Schritte.
Neben zufriedenen Eltern ist für reibungsloses Arbeiten eine verständnisvolle Zusammenarbeit mit dem Träger nötig.